Projekte

Erweiterung des Kolkschutzes der Bohr- und Förderinsel Mittelplate – Erstellung von UVS, LBP und SAP sowie der FFH-VP

Auftraggeber: RWE Dea AG
Projektlaufzeit: 2008 bis 2010

Die Bohr- und Förderinsel Mittelplate liegt im schleswig-holsteinischen Wattenmeer am südlichen Rand einer Wattplate innerhalb des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Sie wurde bereits bei ihrer Errichtung 1985/1986 durch eine ringförmige Sohlbefestigung gegen Erosion durch Strömung und Wellen gesichert. Das Watt ist jedoch ein sehr dynamisches Gebiet, in dem sich die Lage von Prielen und Platen ständig verändert. Das gilt auch für den südlich des Inselbauwerks verlaufenden Wattstrom Trischenflinge, der sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich nach Norden verlagert hat. Im Rahmen der fortlaufenden Instandhaltung der Bohr- und Förderinsel wurden bereits 2006/2007 auf der Basis von Sonderbetriebsplänen im Südwesten und Südosten ergänzende Kolkschutzmaßnahmen realisiert.

Die Entwicklung der Trischenflinge machte jedoch ab Oktober 2007 Ergänzungen zum zugelassenen Rahmenbetriebsplan notwendig, um zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung des Kolkschutzes durchzuführen. Die Maßnahmen wurden dem zuständigen Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) gemäß § 57 Abs. 2 Bundesberggesetz (BBergG) angezeigt. In Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung der Trischenflinge sind in nächster Zukunft möglicherweise weitere Kolkschutzmaßnahmen erforderlich. Um flexibel auf die weitere Entwicklung reagieren zu können und dabei die Eingriffe in das Watt zu minimieren, wurde ein entsprechend flexibles Gesamtkonzept von abschnitts- und stufenweise realisierbaren Kolkschutz- und Sicherungsmaßnahmen erarbeitet. Die angezeigten Maßnahmen erfolgen auf der Basis dieses Gesamtkonzeptes.

In Ergänzung zum bestehenden Rahmenbetriebsplan hat die RWE Dea AG gemäß § 57 Abs. 3 BBergG eine entsprechende Änderung des Betriebsplanes beantragt. Diese Änderung erfordert eine Zulassung im Rahmen einer Planfeststellung. Dafür hat die ARSU eine Umweltverträglichkeitsstudie (UVS), einen Landschaftspflegerischen Begleitplan (LBP), eine Spezielle Artenschutzprüfung (SAP) und eine Überprüfung der Verträglichkeit mit den Zielen der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL-VS) sowie eine FFH-Verträglichkeitsprüfung (FFH-VP) erstellt.