Projekte
Ökologische Baubegleitung und landschaftspflegerische Planungsleistungen für ausgewählte Bauabschnitte der 2. Ausbaustufe der Bahnstrecke Hamburg - Berlin im Land Brandenburg (mit PAN Potsdam)
Auftraggeber: DB ProjektBau GmbH
Projektlaufzeit: 2003 bis 2008
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| Baustelle Bahnstrecke Hamburg-Berlin |
Auf der Bahnstrecke Hamburg - Berlin sollen Geschwindigkeiten von bis zu 230 km/h erreicht werden. Die dazu erforderlichen Baumaßnahmen an der Strecken wurden überwiegend vom Gleis aus durchgeführt. In zwei Abschnitten wurden jedoch von den Naturschutzbehörden erhebliche Beeinträchtigungen von Natur- und Landschaft befürchtet. Im Abschnitt Bad Wilsnack - Kuhblank kam es zu einem Baustopp, da die Arbeiten innerhalb eines gemeldeten Europäischen Vogelschutzgebietes während der Brutzeit in der Nähe von Großvogelhorsten durchgeführt werden sollten.
Die ARSU überwachte die Einhaltung des Baustopps, begleitete die Fortführung der Baumaßnahmen und ermittelte abschließend den Kompensationsbedarf auf der Basis der tatsächlich Beeinträchtigungen.
Im Abschnitt Paulinenaue - Friesack/B 5, einem Bereich mit hoher Bedeutung für Wiesenvögel, erforderte der Bodenaustausch in größerem Umfang die Inanspruchnahme von Flächen für die Baulogistik außerhalb der Bahnanlagen. Für die daher notwendige Eingriffsgenehmigung nach § 17 Abs. 3 BbgNatSchG wurde kurzfristig eine LBP ähnliche Unterlage mit integrierter FFH-Verträglichkeitsuntersuchung auf der Basis vorhandener, älterer Daten erstellt. Noch vor Baubeginn und baubegleitend wurden dann Vegetations- und Vogelkartierungen durchgeführt.
Darüber hinaus erfolgte eine ökologische Baubegleitung einschließlich der Bahnübergangsbeseitigungen zwischen Bergerdamm und Plänitz. Nach Abschluss der Baumaßnahme wurde - entsprechend dem Bescheid der Naturschutzbehörde - die Unterlage zur Eingriffsgenehmigung anhand der Kartierungsergebnisse aktualisiert und auf der Basis der beobachteten baubedingten Auswirkungen der tatsächliche Kompensationsbedarf ermittelt.
In einem weiteren Schritt wurden drei Kompensationsmaßnahmen entwickelt, abgestimmt und geplant: eine Renaturierungsmaßnahme am Alten Rhin bei Friesack (zusammen mit dem Ingenieurbüro Ellmann/Schulze GbR), ein naturnaher Waldumbau in der Pessiner Heide bei Paulinenaue und die Entwicklung eines extensiven Dauergrünlandes am Rhinkanal bei Friesack. Diese drei Maßnahmen sind inzwischen realisiert.

