Projekte
Umweltverträglichkeitsstudie und Landschaftspflegerischer Begleitplan zu Hochwasserschutzmaßnahmen an der Ems im Stadtgebiet Lingen
Auftraggeber: Stadt Lingen (Ems)
Projektlaufzeit: 1994 bis 1997
![]() |
| Hochwasser bei Lingen |
Stadt Lingen plante an der Ems Hochwasserschutzmaßnahmen zur Sicherung von Wohngebieten in Uferrandlagen. Diese Bereiche waren seit Jahren Hochwasser gefährdet. Im Jahre 1946 wurden 75% des Stadtgebietes von Hochwasser überflutet. In den folgenden Jahren gab es weitere schwere Überschwemmungen. Zu diesen Hochwasserkatastrophen kam es, weil Dammabschnitte zu niedrig waren oder ganz fehlten und weil durch eine Emsbrücke ein Abflussengpass bestand, der bei Hochwassern zu Aufstauungen und Überschwemmung im Brückenbereich führte.
Zur Verminderung des Überschwemmungsrisikos plante die Stadt den Bau von Flutmulden, Dammbaumaßnahmen (Dammneubau, -erhöhung) sowie eine Querschnittsaufweitung und eine Sohlvertiefung der Ems im Bereich des Brückenbauwerks.
Die ARSU hat diese Planungen seit 1984 begleitet. Bei der Erstellung des ersten Rahmenentwurfs 1984 hat sie gemeinsam mit dem damaligen Staatlichen Amt für Wasser- und Abfall (StAWA) eine Konzeption zum Hochwasserschutz erarbeitet. Ergebnis war, dass durch die Anlage von Flutmulden auf die Errichtung hoher Dämme verzichtet werden kann.
Für das mittlerweile abgeschlossene Planfeststellungsverfahren wurden von der ARSU eine Umweltverträglichkeitsstudie und der Landschaftspflegerische Begleitplan erstellt. Als Kompensationsmaßnahme wurde insbesondere die Anlage eines Auwaldes mir Hart- und Weichholzaue auf einer bisher ackerbaulich genutztem ca. 10 Hektar großen Uferareal unterhalb des Eingriffs entwickelt.
Noch im laufenden Planfeststellungsverfahren wurde die Planung mehrfach geändert. Inzwischen sind die Hochwasserschutzmaßnahmen realisiert.

