Projekte

Integiertes ländliches Entwicklungskonzept (Ilek) – Region östlich der Ems (zusammen mit NWP Oldenburg und Ecoplan Leer)

Auftraggeber: Die 5 Projektpartner (Westoverledingen, Moormerland, Emden, Leer und Papenburg)
Projektlaufzeit: 2007 bis 2008

Die Ilek-Region
Integrierte ländliche Entwicklungskonzepte sind ein relativ neues Instrument übergreifender kommunaler Raumentwicklung. Im Zuge der nationalen Umsetzung der Reformen der europäischen Agrar- und Regionalpolitik ist auch die Förderung der Entwicklung der ländlichen, nach wie vor stark durch die Landwirtschaft geprägten Räume auf eine neue konzeptionelle Basis gestellt worden. Ziel des neuen Fördergrundsatzes "Integrierte ländliche Entwicklung" ist eine stärkere Verflechtung der raumwirksamen Politikbereiche und eine verstärkte Rückbesinnung auf die Eigenkräfte der Region.

Die ILEK Region östlich der Ems besteht aus den Gemeinden Westoverledingen und Moormerland, der Stadt Leer (ohne den Ortsteil Bingum), dem nördlichen Stadtgebiet Papenburgs sowie der Stadt Emden (nur Ortseile Petkum, Widdelswehr/Jarßum, Hilmersum).

Die Kriterien für die Gebietseingrenzung sind die strukturellen und agrarspezifischen Gemeinsamkeiten der in diesem Raum angesiedelten Orte mit ländlich geprägter Struktur sowie die vorhandenen soziokulturellen und wirtschaftlichen Verflechtungen.


 

Lenkungsgruppe mit Vertretern

Die Koordination des Prozesses wird durch eine Lenkungsgruppe gewährleistet. Im Wesentlichen besteht ihre Aufgabe in der Abstimmung der Zusammenarbeit, der Schwerpunktsetzung, der Vernetzung der Akteure und in der Vorbereitung erster Projektumsetzungen. Die ARSU GmbH in Kooperation mit NWP aus Oldenburg und Ecoplan aus Leer unterstützte diese Lenkungsgruppe und hat die Prozessbegleitung und Moderation in den Arbeitskreisen 1: Landwirtschaft, Wirtschaft, Tourismus und Arbeitskreis 2: Siedlungs- und Infrastruktur, Daseinsvorsorge, Bildung übernommen.

Am Ende des ILEK-Prozesses stehenfolgende Ergebnisse:

  • zwei Gemeinden und drei Städte, die weiter zusammengewachsen sind
  • gemeinsame Ziele und eine Entwicklungsstrategie
  • ein Pool an Projektskizzen für die weitere Entwicklung der Region
  • eine Basis für förderfähige Projekte
  • ein Übergang ins Regionalmanagement

Ilek Beteiligungsprozess
Nach den Sitzungen der Arbeitskreise wurden die Ergebnisse zu einem Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept der Region östlich der Ems zusammengefügt. Im April ist die abschließenden öffentlichen Sitzung unter Beteiligung des Staatssekretärs Ripken aus dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landentwicklung durchgeführt worden. Als Ergebnis dieses erfolgreichen Prozesses wurde vom Landwirtschaftsministerium die Weiterführung im Rahmen des Regionalmanagments (REM) signalisiert und mittlerweile initiiert.