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Lebensraumkorridore und nichtnaturschutzrechtliche Planungsinstrumente (F+E-Vorhaben FKZ 3711 16 125)

Auftraggeber: 
Umweltbundesamt
Laufzeit: 
2011 - 2013
Baccumer Bruch Teichlandschaft

Aktivierung nichtnaturschutzrechtlicher Fachplanungsinstrumente und der räumlichen Gesamtplanung zur Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie – Vorschläge des Umweltschutzes zur Erhöhung der flächenbezogenen Umweltqualität als Beitrag zur qualitativen Aufwertung der Lebensraumkorridore in Deutschland

Projektpartner: BBG und Partner, NWP, TU Berlin, Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Die Realisierung eines länderübergreifenden Biotopverbundsystems zum Schutz der biologischen Vielfalt ist seit 2002 im BNatSchG verankert. Um dem Verlust der Biodiversität in Deutschland entgegenzuwirken, wurde in verschiedenen vom BfN initiierten Forschungsvorhaben mit dem Lebensraumnetz (oder synonym den Lebensraumkorridoren) eine räumliche Kulisse für den Biotopverbund entwickelt.

Ziel des Forschungsvorhabens war die Klärung der Frage, wie Fachplanungen und sonstige umweltrelevante Instrumente nichtnaturschutzrechtlicher Art sowie die räumliche Gesamtplanung zur Sicherung, Qualitätsverbesserung und angepassten Bewirtschaftung von Flächen im Bereich der Lebensraumkorridore beitragen können. Im Ergebnis gilt es Handlungsoptionen zur Optimierung der nichtnaturschutzrechtlichen Planungsinstrumente zu entwickeln.
Die ARSU bearbeitete das Forschungsvorhaben gemeinsam mit mehreren Projektpartnern. Das Projektteam setzte sich interdisziplinär aus den Fachrichtungen Raumordnung und Freiraumplanung, Umweltschutz, Recht sowie Agrarwissenschaft zusammen.

Es wurden Gefährdungsfaktoren identifiziert und bestehende nichtnaturschutzrechtliche Planungsinstrumente hinsichtlich Ihrer Anwendbarkeit untersucht. Ergänzend erfolgte eine Akteursanalyse. Neben der abstrakten Bearbeitung des Themas auf der Ebene der gesamten Bundesrepublik werden anhand von repräsentativen Fallstudien die praktische Relevanz der gewonnenen Erkenntnisse überprüft und die konkrete Umsetzbarkeit der Handlungsempfehlungen zur Aktivierung von Fachplanungsinstrumenten kontrolliert.

Als weiteres Themenfeld wurde die mögliche Aktivierung von Brachflächen zur Sicherung der Lebensraumkorridore bearbeitet.