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Ermittlung der Kollisionsraten von (Greif-)Vögeln und Schaffung planungsbezogener Grundlagen für die Prognose und Bewertung des Kollisionsrisikos durch Windenergieanlagen – PROGRESS

Zuwendungsgeber: 
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie; Projektträger Jülich
Laufzeit: 
Nov. 2011 - Jun. 2015

(FKZ 032 5300 B) – gemeinsam mit BioConsult-SH GmbH & CO KG, IfAÖ GmbH, Universität Bielefeld (Lehrstuhl für Verhaltensforschung)

Zur Ermittlung der Kollisionsraten an Windenergieanlagen müssen eine systematische Suche nach standardisierter Methode durchgeführt und Korrekturfaktoren (Auffindrate, Abtrag durch Beutegreifer) experimentell ermittelt werden (Grünkorn et al. 2005 und 2009). Es fehlt bisher eine großräumige Anwendung dieser Methodik in Deutschland, um neben regionalen Besonderheiten auch eine grundsätzliche Quantifizierung des Problems Vogelschlag zu ermöglichen. Eine wesentliche Erweiterung erfährt die Suche nach Kollisionsopfern durch Berücksichtigung der nach Sicht- und Verhaltensbeobachtungen prognostizierten Anzahl von Kollisionsereignissen. Ziel dieses Projekts ist somit mittels einer systematischen Untersuchung in mehreren Bundesländern repräsentative Daten der Kollisionsraten von Vögeln zu erhalten und diese in Verhältnis zu Vogelvorkommen, Abundanz und Phänologie zu setzen. In dem Projekt werden über die gesamte Laufzeit 54 Windparkstandorte bearbeitet.

Die ARSU GmbH ist neben der Mitarbeit bei den Kollisionsopfersuchen für die Bearbeitung des Moduls Verhaltensbeobachtungen verantwortlich. Diese sollen Beiträge in Bezug auf folgende Fragen liefern:

  • Welche Relation besteht zwischen der beobachtbaren Flugaktivität und der Anzahl an Kollisionsopfern?
  • Wie verhalten sich die jeweiligen Arten bei Annäherung an eine Windenergieanlage und wie lässt sich hieraus die sog. avoidance rate ableiten?
  • Wie lässt sich aus beobachtbaren Flugaktivitäten vor Errichtung eines Windparks eine Prognose des Kollisionsrisikos ableiten (quantitativ (collision risk modeling), qualitativ)
  • Welche methodischen Grundlagen müssen für eine Prognose des Kollisionsrisikos erfüllt sein?
  • Wie lassen sich Prognosen für ein bestimmtes Kollisionsrisiko artenschutzrechtlich bewerten?

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den folgenden Dokumenten:

  • BioConsult SH, ARSU, IfAÖ & Universität Bielefeld
    Projektbeschreibung PROGRESS
    Download als PDF
  • Konferenz-Poster:
    Grünkorn, T., von Rönn J., Reichenbach, M., Weitekamp, S., Timmermann, H.,Coppack, T., Kilian M. & Schleicher K.
    Prediction and Assessment of collision risks at wind turbines in Germany
    Conference on Wind Energy and Environmental Impacts, Stockholm, Sweden (2013)
    Download als PDF
  • CWW 2015 Berlin:
    Weitekamp, S., Timmermann, H. & Reichenbach, M.
    CWW_2015_Weitekamp - Predictive modelling versus empirical data – collision numbers in relation to flight activity in 55 German wind farm seasons
    Download als PDF

Mit den folgenden Links können Sie den vollständigen Schlussbericht oder eine Kurzfassung herunterladen:

Vollständiger Schlussbericht:
Grünkorn, T., Blew, J., Coppack, T., Krüger, O., Nehls, G., Potiek, A., Reichenbach, M., von Rönn, J., Timmermann, H. & Weitekamp, S.
Ermittlung der Kollisionsraten von (Greif-)Vögeln und Schaffung planungsbezogener Grundlagen für die Prognose und Bewertung des Kollisionsrisikos durch Windenergieanlagen (PROGRESS)
Erstellt von BioConsult SH, ARSU, IfAÖ & Universität Bielefeld

Zusammenfassung und Fazit:
Grünkorn, T., Blew, J., Coppack, T., Krüger, O., Nehls, G., Potiek, A., Reichenbach, M., von Rönn, J., Timmermann, H. & Weitekamp, S.
Ermittlung der Kollisionsraten von (Greif-)Vögeln und Schaffung planungsbezogener Grundlagen für die Prognose und Bewertung des Kollisionsrisikos durch Windenergieanlagen (PROGRESS) (Zusammenfassung)
Erstellt von BioConsult SH, ARSU, IfAÖ & Universität Bielefeld

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Projektträger Jülich