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Untersuchungen zu Auswirkungen von Windenergieanlagen auf den Ortolan

Auftraggeber: 
GET PROJECT GmbH & Co.KG
Laufzeit: 
2004

Ziel des Projekts war, einen Beitrag zur Verbesserung des Kenntnisstandes zur spezifischen Empfindlichkeit des Ortolans gegenüber Windenergieanlagen zu liefern. In fünf Windparks sowie zugehörigen Referenzgebieten in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Niedersachsen wurden neben der Ermittlung der Ortolanreviere und des Verpaarungsgrades auch Parameter der landwirtschaftlichen Nutzung und der relevanten Lebensraumstrukturen aufgenommen, um mögliche Auswirkungen der WEA von anderen Einflüssen unterscheiden zu können. Maßgeblich für die räumliche Verteilung der Ortolane war die Länge der eichenreichen Gehölzstrukturen. Mithilfe der logistischen Regression wurde gezeigt, dass die WEA in keinem Fall einen signifikanten Einfluss auf die räumliche Verteilung der Neststandorte sowie der Hauptsingwarten der verpaarten und der unverpaarten Männchen ausüben. Dagegen wurden andere relevante Einflussfaktoren identifiziert wie beispielsweise die Entfernung zur nächsten Gehölzstruktur, die Baumarten der Gehölzstrukturen oder die Feldfrucht. Auffällig war allerdings, dass der Verpaarungsgrad bis zu einer Entfernung von ca. 300 m von den WEA deutlich unterhalb des Wertes aus den Referenzflächen bleibt.

Die Ergebnisse wurden 2012 in der Zeitschrift Vogelwelt veröffentlicht (Einfluss von Windenergieanlagen auf den Ortolan Emberiza hortulana in Relation zu weiteren Habitatparametern).