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Pilot-Elektrolyse, 200MW-Elektrolyse für GET H2 und H2ready Gasturbine in Lingen

Auftraggeber: RWE Generation SE und die Nukleus Green H2 GmbH & Co. KG

Laufzeit: seit 2021

Die RWE Generation SE und die Nukleus Green H2 GmbH & Co. KG haben die ARSU GmbH beauftragt die naturschutzfachlichen Unterlagen für mehrere Genehmigungsverfahren im Zusammenhang mit zwei Projekten zur Errichtung von Elektrolyse-Anlagen am RWE-Standort Lingen zu erstellen.

Das erste Vorhaben betraf die Errichtung einer 14-MW-H2-Pilotanlage zur Erprobung der Verfahrensabläufe zweier verschiedener Elektrolyseure. Die Anlage soll im kleinen Maßstab einer Versuchsanlage und als eine der ersten Anlagen ihrer Art Erkenntnisse liefern, die notwendig sind, um die in Deutschland angestrebte, großskalige Produktion von grünem Wasserstoff vorzubereiten und voranzutreiben.

Für die Pilotanlage hat die ARSU die Umweltfachbeiträge (UVP-Vorprüfung, LBP, AFB, FFH-VU) sowie naturschutzfachliche Stellungnahmen für die Änderung der wasserrechtlichen Erlaubnis erstellt.

Hierauf aufbauend hat die ARSU die Umweltgutachten für die ersten 200 MW einer Wasserstofferzeugungsanlage im Rahmen des Projekts GET H2 Nukleus sowie den wasserrechtlichen Fachbeitrag zur Erlangung der wasserrechtlichen Erlaubnis für die erforderliche Wassernutzungen angefertigt.

Im Rahmen des Projekts GET H2 Nukleus planen die Partner bp, Evonik, Nowega, OGE und RWE Generation,  gemeinsam die erste öffentlich zugängliche Wasserstoffinfrastruktur Deutschlands aufbauen. GET H2 Nukleus verbindet die Erzeugung von grünem Wasserstoff mit industriellen Abnehmern in Niedersachsen und NRW.

Der grüne Wasserstoff für GET H2 soll im niedersächsischen Lingen aus Windstrom erzeugt werden. Hierzu ist geplant, am Standort des RWE-Gaskraftwerkes in Lingen in zwei Ausbaustufen eine Elektrolyseanlage mit einer Leistung von zunächst 200 MW zu errichten. Voraussichtlich ab 2025 wird die erste 100MW-Elektrolyseeinheit pro Stunde bis zu zwei Tonnen pro 200 MW grünen Wasserstoff erzeugen. Mit der zweiten 100-MW-Elektrolyseeinheit wird die Anlage die größte ihrer Art in Deutschland sein. Die Kapazität der Elektrolyse-Anlage soll bis 2027 sogar auf 300 MW ausgebaut werden.

Aktuell ist die ARSU mit der Erstellung der Unterlagen für die geplante Erweiterung um 100 MW beauftragt. Bei der Erstellung des UVP-Berichtes wurden und werden wir von Müller-BBM Industry Solutions GmbH unterstützt.

Als große Herausforderung zur Erlangung einer rechtssicheren Planung mussten umfangreiche Schutzkonzepte für Eingriffe in Lebensräume der streng geschützten Zauneidechse erarbeitet werden (s. hierzu das Projekt UBB Wasserstofferzeugungsanlage in Lingen beim Themenfeld Umweltbaubegleitung). Darüber hinaus wurden Schutz- und Ersatzmaßnahmen für Brutvögel, Ersatzaufforstungen und weitere Ersatzmaßnahmen wie Entwicklung von artenreichem Grünland und Sandtrockenrasen sowie die Anlage einer Wallhecke geplant.
Zu den Entwicklungsprojekten der RWE in Lingen gehört auch eine vollständig wasserstofffähige Gasturbinenanlage. Diese Versuchsanlage soll Strom aus Wasserstoff und Erdgas in allen Mischungsverhältnissen produzieren. Die Errichtung dieser weltweit ersten wasserstoffabhängigen Gasturbine im Industriemaßstab, die zusammen mit Kawasaki Heavy Industries (Kawasaki), einem weltweit führenden Turbinenhersteller, gebaut wird, wurde 2023 beantragt. Die Anlage mit einer Leistung von 34 MW soll 2026 in Betrieb gehen.

Auch für dieses Projekt erstellt ARSU die naturschutzfachlichen Genehmigungsunterlagen. Unterstützung für den UVP-Bericht erhält sie von der NWP-Planungsgesellschaft mbH.

Bildergalerie

Projekt

Quelle: Projektvorstellung H2-Gasturbinenanlage Lingen (RWE 2022)

Projekt

Wasserentnahmestelle im Dortmund Ems Kanal, Quelle: RWE 2021

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Standortbegehung