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Stauanlagen an den Zu- und Abflüssen des Großen Meeres

Auftraggeber: 
Auftraggeber: Gemeinde Südbrookmerland/I. Entwässerungsverband Emden
Laufzeit: 
2006 - 2008
Bau der Stauanlage Westerender Ehe (Foto: ARSU GmbH)
Stauanlage Heikeschloot (Foto: ARSU GmbH)
Stauanlage Heikeschloot (Foto: ARSU GmbH)
Stauanlage Marscher Tief (Foto: ARSU GmbH)

Das Große Meer ist ein Flachwassersee in Ostfriesland zwischen Emden und Aurich. Er hat zusammen mit den umliegenden Flächen eine hohe Bedeutung als Lebensraum für Pflanzen und Tiere (Natura-2000-Gebiet). Außerdem hat er eine besondere Bedeutung als Hochwasserspeicherbecken sowie als Wassersport-, Naherholungs- und Feriengebiet. Die vielfältigen Nutzungsansprüche führten aber auch zu Problemen. Um diese zu lösen, wurde im Auftrag der Gemeinde Südbrookmerland ein Sanierungs- und Regionalentwicklungskonzept mit zahlreichen Einzelmaßnahmen entwickelt.

Zentraler Bestandteil des Konzeptes ist ein geändertes Wassermanagement mit dem Ziel einer Verbesserung der ökologischen Situation des Großen Meeres und seiner Röhrichte durch zeitweilige Rückhaltung natürlicher Hochwässer im Meer, bei gleichzeitig unveränderter Entwässerung der angrenzenden Gebiete. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden in den Zu- und Abläufen des Großen Meeres vier Stauanlagen errichtet. Eine randliche Verwallung/Geländekante gewährleistet, dass die Hochwasserrückhaltung auf den Bereich des Großen Meeres beschränkt bleibt. Der NLWKN Aurich hat für den Bau dieser Anlagen eine Entwurfsplanung erstellt, die mit dem Wege- und Gewässerplan (Plan nach § 41 FlurbG) des Flurbereinigungsverfahrens Großes Meer bereits genehmigt wurde. In einem wasserrechtlichen Bewilligungsverfahren wurde nachfolgend die Gewässerbenutzung durch den Betrieb der Stauanlagen für das neue Wassermanagement Großes Meer geregelt. Die dafür erforderlichen Unterlagen hat die ARSU auf der Basis der Entwurfsplanung und in Zusammenarbeit mit dem NLWKN Aurich erstellt. Bestandteil der Unterlage sind auch Angaben zur Umweltverträglichkeit, zur FFH-Verträglichkeit sowie zu den negativen und positiven Wirkungen auf Natur und Landschaft im Sinne der Eingriffsregelung.

Weitere Details zu den Anlagen, den Vorhabenszielen und dem Stand der Realisierung: http://www.projekt-grosses-meer.de